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Quartierskonzepte - eine Antwort auf die Herausforderungen der Energiewende

Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen und fördertechnischen Rahmenbedingungen sehen wir im Bereich der Quartiersbetrachtungen/ -konzepte eine große Chance für Kommunen und Unternehmen der Wohnungswirtschaft, die Herausforderungen der Energiewende aktiv anzugehen. In vielen kommunalen Liegenschaften, Verwaltungsgebäuden und öffentlichen Einrichtungen, aber auch in privaten Gebäuden lassen sich Energie und Kosten sparen. Mit unserer Quartiersoffensive gehen wir einen ersten wesentlichen Schritt zur Erfassung von Energieeinsparpotentialen. Im Ergebnis stehen konkrete kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen, um Energieverbräuche und -kosten sowie CO2-Emissionen zu reduzieren.

Die Kfw bezuschusst die Erstellung von energetischen Quartierskonzepten und die anschließende Umsetzung durch einen Sanierungsmanager mit 65%.

Energetische Quartierskonzepte stellen einen geeigneten Betrachtungs- und Steuerungsansatz für die komplexen Herausforderungen des Umbaus unserer Energiesysteme auf kommunaler Ebene dar.

Sebnitz am Knöchel
vom Projekt zur Realisierung
(Foto: Faktor-i³ GmbH)

  Heizungstausch
  Heizungstausch und Sanierung
  (Foto: www.pixabay.com)

 Elektromobilität
 Sonstige Quartiersansätze: Elektromobilität, PV etc
 (Foto: www.pixabay.com)

Aktuell sind wir auf Quartiersebene in den Kommunen Sebnitz, Dippoldiswalde und Stollberg aktiv.

Feierliche Übergabe des 1. Bauabschnittes "Nahwärmenetz Sebnitz"

Sebnitz, den 24.04.2015

Am 24.04.2015 wurde der 1. Bauabschnitt "Nahwärmenetz Sebnitz" feierlich übergeben. Umweltminister Thomas Schmidt, Landtagsabgeordneter Jens Michel und Oberbürgermeister Mike Ruckh machten sich vor Ort einen Bild über den Fortschritt der Baumaßnahmen.

Mit der Errichtung des Nahwärmenetzes in Sebnitz werden 68 Altkesselanlagen durch eine innovative und klimafreundliche Versorgung ersetzt. Die Realisierung des ca. 4 Mio. Euro teuren Projektes erfolgt auf Basis eines so genannten Energieeinsparcontractings und wird durch Mietlösungen von Effizienz- und Speichertechnik durch die Energiegenossenschaft Chemnitz-Zwickau eG ergänzt. Kern des Energieeinsparcontractings ist, dass die Fa. SIEMENS die gesamten Investitionskosten für das Heizhaus und das Wärmenetz sowie die Wartung und den Service für diese komplette Anlage für die nächsten 10 Jahre vollständig als Dienstleistung übernimmt. Nach der Refinanzierung geht die Anlage in das Eigentum der Stadt über.

Mit dem neuen Wärmenetz kann durch intelligentes und innovatives Management der technischen Anlagen eine Einsparung von 94 % CO2 in Höhe von ca. 4.230 t/a erzielt werden. Mittlerweile haben sich verschiedene Kommunen das Modellprojekt angeschaut und denken über eigene, gleich geartete Versorgungslösungen nach.

 Besichtigung Heizhaus  Besichtigung Hausanschlussstation  Baurundgang

Fernwärmeprojekt in Sebnitz wird zum Exportschlager

"Wohneinheiten an der Lutherstraße werden an das Fernwärmenetz angeschlossen"

Das erste Teilnetz für die kommunalen Gebäude Turnhalle, Kindergarten und Schule Sebnitz ist in Betrieb genommen. Nun werden auch die ersten Wohnblöcke mit Wärme versorgt. Mitarbeiter der Siemens AG und der Firma Hentschel Gebäudetechnik koordinierten die Anschlussarbeiten an den jeweiligen Hausanschlussstationen der Wohnungsbaugesellschaft Sebnitz mbH und der Wohnungsgenossenschaft Sebnitz eG.

Mit dem Anschluss der Wohneinheiten an der Lutherstraße sind nun ca. 230 Wohnungen an das Fernwärmenetz angeschlossen. „…damit haben wir bereits 2/3 der Wärmeleistung bereits auf eine umweltfreundliche Energieversorgung umgestellt…“ konstatiert der Bauleiter der SIEMENS AG Sven Gamille. Parallel dazu erfolgt der Ausbau der Leit- und Sicherungstechnik im Heizhaus an der Schule.

Bis Mai 2015 folgt etappenweise der Anschluss weiterer vier Unternetze und damit weiterer ca. 350 Haushalte. Der Abschluss der Außenarbeiten an der Schule soll bis Anfang Mai erfolgen.

Viele Interessenten aus kommunalen Verwaltungen und aus der Wohnungswirtschaft besuchen derzeit Sebnitz, um sich die Vorzüge dieses Infrastrukturprojektes aber auch den Weg von der Initiierung bis zur Umsetzung erklären zu lassen.

Neues Blockheizkraftwerk für das Fernwärmenetz Am Knöchel in Sebnitz geht in Betrieb

Am Mittwoch, dem 30.07.2014, wurde das neue Blockheizkraftwerk für das Fernwärmenetz Am Knöchel - Sebnitz, offiziell in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme wurde vor Ort durch das MDR Fernsehen begleitet und am gleichen Tag im Sachsenspiegel ausgestrahlt (http://www.mdr.de/sachsenspiegel/video212896.html). Das Projekt entstand in Kooperation zwischen der Stadt Sebnitz und der Firma SIEMENS.

Mit der modernen Fernwärmegewinnung werden hauptsächlich Wohnungen der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Sebnitz e.G. versorgt. Weitere Nutzer sind die  Wohnungsbaugesellschaft Sebnitz mbH, die Stadt Sebnitz mit den Objekten Oberschule, Turnhalle und ASB-Kindertagesstätte „Friedrich Fröbel“ und weitere private Eigentümer. Damit werden die Mieter künftig zuverlässig mit Wärme und Warmwasser versorgt. Nachhaltige Investitionen in Höhe von 3,5 Mio. Euro sowie langfristige Lieferbeziehungen im Einsatz Erneuerbarer Energien sichern in einem derzeit einmaligen Modellprojekt eine Reduktion der CO2-Emmissionen um ca. 90 %. Die Stadt Sebnitz unterstützt damit auch die Bemühungen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bei der Erfüllung der Zielsetzungen des regionalen Klimaschutzkonzeptes. Die eigens dazu gegründete Fernwärme Sebnitz GmbH übernimmt den Betrieb und den Service dieser kostengünstigen Versorgungslösung für über 600 Wohneinheiten.